Wurftagebuch


3.2.2008

Gestern und am Freitag hat uns mehr als die Hälfte der Welpen verlassen: Sie sind umgezogen zu ihren neuen Besitzern und deren Familien. Alle bis auf Antares haben sehr geeignete, neue "Wirkungskreise" gefunden und erobern jetzt auf eigenen Pfoten ihre Umwelt.


Für uns bringt der Abschied ein weinendes und ein lachendes Auge: einerseits ist es traurig, dass die "kleinen Dinger" uns verlassen und es jetzt so ruhig in der Bude wird, andererseits freuen wir uns sehr darüber, dass sie in so gute Hände gekommen sind und wir die Verantwortung für diese Lebewesen jetzt abgeben können.


Die ersten Rückmeldungen haben wir auch schon: Alle haben den Umzug bestens verkraftet und erobern sicher, kontaktfreudig und neugierig ihre neue Umwelt. Die "Zurückgebliebenen" (2 werden erst am nächsten Sonntag abgeholt und Antares wartet noch auf "seine Menschen") sind verglichen mit den Erlebnissen der "Auswanderer" regelrecht benachteiligt mit dem langweiligen, bekannten Dasein bei der Züchterfamilie, das werden wir im Laufe der Woche ändern müssen.


Der einzige Trost war der frisch gefallene Schnee am Samstag. Es war wirklich wonnig, wie die Welpen sich mit Anlauf in diesen Puderzucker stürzten und die neue Erfahrung genossen. Mit der Nase am Boden wurden schneepflugähnliche Spuren in den Auslauf des Welpengartens gezogen. Dabei war es völlig egal, dass die Wackelbrücke leicht glitschig war, man konnte trotzdem darüber toben und essbar war der weiße Belag auch, eine herrliche neue Erfahrung...


1.2.2008

Gestern war der Zuchtwart bei uns zur Wurfabnahme.


Günther Hornemann gefielen die Welpen sehr gut. Er beschrieb kräftige Hunde mit schöne Farben, alle Marken vorhanden, teilweise langes Haar und tolles Wesen: allen Hunden wurde bescheinigt, dass sie unbeeindruckt, kontaktfreudig und sicher sind. Ängstlich oder unsicher ist keiner von ihnen, es gab auch bei der Aufzucht genügend Möglichkeiten das jeden Tag von neuem zu erleben.


Den Welpen gefiel die ganze Prozedur, die der Zuchtwart vornahm, richtig gut. Bei diesem "neuen Spiel" machten sie begeistert mit und entlockten so allen Beteiligten manches Lächeln. An Gewicht haben sie auch mächtig zugelegt: ohne dick zu sein wiegen die schwersten Jungs schon fast 10 kg und das "leichteste" Mädchen hat auch 7660g. Es ist nach Aussage von Günther Hornemann ein sehr schöner, ausgeglichener Wurf. Die Aufzuchtbedingungen sind sehr gut und die Hündin ist in gutem Zustand. Was will man mehr?


Insgesamt finde ich die Hunde eher sportlich und agil. Alvari ist der einzige etwas gemütlichere Vertreter, aber wenn er erst einmal in Wallung ist, bleibt kein Auge trocken. Alle sind quirlig und geschickt, nutzen die angebotenen vielfältigen Spielmöglichkeiten und machen jede Menge Unsinn. Es ist höchste Zeit, dass sie jetzt zu ihren neuen Besitzern kommen und einzeln auf den Pfad der Tugend gebracht werden. Die Stärke, die ihnen das Rudel verleiht, sollte jetzt zügig in geordnete Bahnen gelenkt werden.


29.01.2008

Die Welpen sind inzwischen schon 8 Wochen alt, wie schnell die Zeit doch vergangen ist von den Tagen der winzigen Maulwurfsähnlichen Gestalten bis zu den teilweise stolz daher schreitenden Hunden.



 

Sie haben sich zu ausgeprägten Persönlichkeiten entwickelt und kämpfen manchmal schon recht erbittert um ihre Stellung im Rudel. Die größten Rabauken müssen zwischendurch sogar mal pausieren, wenn die Streitigkeiten zu heftig werden.



Das Bällebad wird aus- und eingeräumt, wenn sie in den Bällen herumrudern sieht das einfach zu komisch aus. Der aus Sand gebaute Feldherrnhügel wird heiß umkämpft, sie rasen mit Anlauf herauf und herunter und manchmal machen sie richtig hohe Sprünge von oben herunter.


 


Am Samstag war der Tierarzt da zum Impfen und Chippen, alles ist bestens verlaufen ohne Impfreaktionen oder Komplikationen und geschrieen oder geschimpft hat auch keines von den kleinen Hundekindern.

 



 

11 Welpen haben inzwischen neue Besitzer gefunden, nur Antares wartet noch darauf, dass ihm seine neuen Menschen begegnen.


19.01.2008

Inzwischen hat sich viel getan: Die Welpen sind natürlich größer geworden und haben sich zu richtigen kleinen Persönlichkeiten entwickelt. Die kleine Hundehütte draußen wird heiß umkämpft, Spielzeuge werden durch die Gegend getragen und bei Bedarf verteidigt und neue Dinge werden eifrig erkundet.

Da das Wetter zur Zeit recht mild ist, steht die Tür vom Wintergarten zum Garten den ganzen Tag offen und die Welpen sind die meiste Zeit draußen. Sie haben den vorderen Teil des Gartens zur Straße hin in Beschlag genommen und erleben jeden Tag neue "Abenteuer": Es fahren Autos vorüber, der Traktor kommt zum Tanken, das Müllauto fährt vor und leert die Mülltonnen mit dem entsprechenden Getöse, der Postbote oder DPD kommt und bringt Post bzw. Bestellungen (das meiste ist , wen wundert´s für die Hunde…)

Nebenbei erlebt die kleine Schar jede Menge Spaziergänger und Passanten mit und ohne Hund, die den Rosengarten entlang gehen. Die meisten bleiben stehen und betrachten die niedlichen Fellmonster, wir könnten am Gartenzaun eigentlich Eintritt nehmen für die Vorführungen, die hier geboten werden.

Die neueste Errungenschaft ist die Wackelbrücke: beim Aufbau gab es wütenden Protest, sie wurden nämlich ausgesperrt damit man arbeiten konnte ohne einen Welpen zu verletzen. Anschließend durfte die ganze Meute an das "Bauwerk": Es wurde begeistert begutachtet und dann im Sturm erobert.

Es gibt natürlich wie erwartet erbitterte Kämpfe um oben und unten, ob das Ding essbar ist wird natürlich auch dauernd ausprobiert. Anschließend fällt die ganze Bande erschöpft in Tiefschlaf, schließlich wollen sie ja weiter wachsen und das geschieht eben nun mal im Schlaf.


08.01.2008

Die Welpen sind schon wieder gewachsen, es sind jetzt richtige kleine Hunde, die auch ihre Persönlichkeit schon anfangen zu zeigen. Die Rangkämpfe untereinander werden eifrig und geräuschvoll geführt, teilweise sogar mit bösem Knurren und beleidigtem Gesichtsausdruck, wenn es nicht so gelaufen ist wie geplant. Die Terrasse haben sie schon vollständig erobert und "rasen" schon richtig durch die Gegend.

Kuscheltiere werden mit nach draußen geschleppt, einige sind begeisterte Apporteure. Bälle werden durch die Gegend geschubst. Spielzeug wie der Kriechtunnel wurde im Sturm erobert, es war zu niedlich wie selbst Katla an der Spitze der kleinen Meute durch die Röhre kroch…

Der Wunsch, nach draußen zu gehen wird teilweise schon lauthals an der Tür kundgetan. Wenn diese sich dann öffnet, stürzt die ganze Bande los, einige überqueren die Schwelle mit einem "großen" Sprung und landen in der ausgelegten Pinienrinde. Es sieht alles ganz reizend aus und die Welpen werden von Tag zu Tag niedlicher.

Die kleinen und großen Geschäfte werden schon bevorzugt draußen erledigt, was uns die Arbeit natürlich sehr vereinfacht und für die zukünftigen Welpenbesitzer eine große Erleichterung sein dürfte.


05.01.2008

Seit 3 Tagen ist die Familie jetzt umgezogen in den Wintergarten. Die Welpen genießen die anregende, helle Umgebung mit der Möglichkeit nach draußen zu schauen, spielen und freuen sich über die vielen Kontakte zu den Menschen aus dem angrenzenden Wohnzimmer.

Gestern schien die Sonne und sie durften das 1. Mal in den Garten: das war eine Aufregung. Katla und Duke freuten sich über die Kleinen und schleppten sofort Spielzeug an und animierten sie zum Spielen, da war dann richtig Action angesagt. Anschließend gab es draußen noch eine Mahlzeit bei Mama, das Welpenglück war damit einfach perfekt. Die viele frische Luft und schon wieder soviel neue Eindrücke, das alles macht natürlich müde und zwischendurch lag die ganze Mannschaft völlig erschlagen erschöpft schlafend in der Ecke.

Die Sauberkeitserziehung macht gute Fortschritte: wir öffnen die Tür zum Garten, rufen die kleine Meute und die Welpen marschieren nach draußen und erledigen dort ihre Geschäfte. Heute Morgen um 6:00 Uhr klappte das zum 1. Mal ganz problemlos, über Nacht hatten sie ihren Raum so gut wie nicht verschmutzt, was will man mehr…


1.1.2008

Inzwischen haben wir die Wurfkiste geöffnet: Der Wurfraum ist komplett leergeräumt von Zubehör, das nicht welpentauglich ist, alle Kabel wurden hoch gehängt, Steckdosen sind verschlossen, neben der Schrankwand haben wir die Hohlräume zugestopft und jetzt läuft die kleine Meute im ganzen Wurfraum herum.

Nach anfänglichem Geschrei (Hilfe, man hat uns ausgesetzt, wir sind hier fremd, immer diese verflixten Neuerungen, alles ist schrecklich, Mama rette uns) spielen jetzt alle fröhlich und genießen den Freiraum. Katla ist völlig glücklich und liegt viel bei den Kleinen, sie stillt sie immer noch ca. 6 x am Tag.

Die Welpen entwickeln sich jeden Tag deutlich weiter und werden immer geschickter. Bei den Raufspielen fallen sie nicht mehr um und es werden schon kurze Strecken galoppiert und richtige Sprünge gewagt. Bälle werden geschickt über den Boden gerollt und die Geschwister kräftig ins Ohr gebissen.

Zerrspiele machen sie mit besonderer Hingabe: immer wieder wird der Lappen oder das Handtuch durch die Gegend gezerrt und "totgeschüttelt", begleitet von "gefährlichen" Knurrlauten. Kämpfe um diese wertvolle Beute und Tauziehen gibt es natürlich auch dauernd.

Sie schlafen jetzt nicht mehr nur in der Wurfkiste, sondern auch mal irgendwo verteilt im Raum. Sehr beliebt sind natürlich kleine "Höhlen" z. b. unter den Hockern. Es gab bereits erste "Zählappelle", manchmal müssen wir sie nämlich schon richtig suchen.

Ausscheidungen in flüssiger und fester Form werden meistens auf dem dafür vorgesehenen präparierten Bereich vor der Wurfkiste erledigt, noch hält sich die Verschmutzung glücklicherweise in Grenzen.

Was meinen Mann und mich besonders freut: ich schlafe endlich wieder in unserem gemeinsamen Bett.
 





































 


30.12.2007

Die Welpen sind tüchtig gewachsen und haben sich gut entwickelt, die Gewichte liegen zwischen 2500 g und 2800 g. Sie spielen und raufen jetzt schon viel miteinander und bekommen jeden Tag ein neues Spielzeug.
 


Atair

Zum Füttern kommen sie auf Zuruf mit lautem Geschrei und stürzen sich auf´s Fressen, schließlich gilt es jetzt langsam die Hündin zu entlasten. Katla stillt ihre Kinder immer noch hingebungsvoll, aber so nach und nach gibt es jetzt vermehrt feste Nahrung und Fleisch.


Atair und Álfadís

Morgen dürfen sie zum 1. Mal die Wurfkiste verlassen und die Welt außerhalb erkunden. Wir sind darauf schon genauso gespannt wie die kleinen Wauzels. Die Silvesterknallerei erleben sie noch im Wurfraum und dann wandert die ganze Meute in den Wintergarten mit Zugang zur Terrasse und zum Garten. Hier warten dann jede Menge neue Abenteuer im Welpengarten auf die kleine Schar.


Welpenspiel


28.12.2007


Dies und weitere neue Welpenbilder kann man nun auf den Welpenseiten bestaunen.

zur Welpenübersicht


25.12.2007

Allen Besuchern unserer Seite ein Frohes Weihnachtsfest!

Für uns ist das diesmal ein lustiges und abwechslungsreiches Weihnachtsfest. So 12 Welpen machen einfach ganz schön viel Arbeit beim Großwerden, schließlich sollen sie sich alle gut und gleichmäßig entwickeln. Die weihnachtliche Familienfeier muss immer mal wieder unterbrochen werden wegen des Nachwuchses, dafür wandern sie auch zwischendurch immer wieder auf die verschiedenen Arme.



 

Sie sind jetzt schon 3 Wochen alt, die kleinen Wauzels. So langsam werden sie wacher, jeden Tag ein bisschen mehr. Sie spielen, schreien und fressen und werden langsam richtige kleine Hunde. Auf das angebotene Schabefleisch stürzen sie sich mit Wonne, nur die Tischmanieren lassen noch etwas zu wünschen übrig.

Zähne haben sie auch schon und die 1. Schrammen sind auf meinen Armen von den spitzen Krallen, wir können gar nicht so schnell Nägelschneiden wie sie nach wachsen.

Die Weihnachtsbändchen in den verschiedenen Farben zur Kennzeichnung haben wir ebenfalls schon mehrmals erneuert, sie werden immer schneller zu eng. Kein Wunder, die Welpen wiegen jetzt fast alle schon 2000 g, Katla macht das richtig gut und lässt die Milch immer noch in Strömen fließen.

Im Laufe der Woche werden sie wohl umsiedeln in den Wintergarten, spätestens dann wenn ihnen die Wurfkiste zu eng wird. Davon werden wir dann hier natürlich auch berichten.
 


16.12.2007

Die 12 sind jetzt richtige kleine Brummer geworden, sie wiegen zwischen 1050 g und 1280 g. Das sind ganz ordentliche Gewichtszunahmen für so einen großen Wurf, Katla ist gottlob eine gute Mami. Allein der Gedanke, aus der Flasche zufüttern zu müssen falls irgendetwas schief geht oder die Milch nicht reicht, treibt mir die Schweißperlen auf die Stirn.

Gestern haben die Welpen angefangen die Augen auf zu machen. Álfur war der erste, der unseren Sohn Martin anblinzelte als dieser uns gestern besuchte. Sie sehen jetzt zu niedlich aus mit ihren halboffenen Äugelchen. Manche haben sie noch geschlossen, andere gucken schon recht neugierig in die Welt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sie wachsen und sich entwickeln.
In den nächsten Tagen finden wir hoffentlich die Zeit, um neue Bilder zu machen von den Kleinen mit offenen Augen.
 


15.12.2007

Inzwischen nehmen die Welpen genau wahr, wenn Katla die Wurfkiste betritt. Es ist einfach unbeschreiblich, sie stürzen sich dann wie Piranhas an Mutters Gesäuge.

Das Begleit- Geschrei ist teilweise mörderisch, der Hungertod scheint bevor zu stehen, Bell-Laute kann man auch schon vernehmen. Dabei wird gedrängelt und geschubst was das Zeug hält, das Zitzenmanagement wird dadurch leider nicht einfacher.

Stilles Mogeln, wie die einen schlafen, dann legen wir schnell mal die anderen an, ist kaum noch möglich, man muß die dicken Brüchel schon richtig wirksam an der Seite halten, sonst gehen die leichteren Welpen leer aus.

Die Weihnachtsgeschenkbändchen zur Kennzeichnung mussten wir schon 2 x erneuern und die spitzen Krallen haben wir auch schon gekürzt. Glücklicherweise wachsen und gedeihen alle gut, in der Einstiegsluke der Wurfkiste liegen schon 2 Bretter übereinander, sonst übersteigen die kleinen Wusels diese Hürde. Die Nächte werden ruhiger, aber wir müssen immer noch gut sortieren, damit sie alle einigernassen gleichmäßig zunehmen.
 


12.12.2007

Seit gestern Abend haben alle 12 Welpen ihr Geburtsgewicht verdoppelt, wir sind ganz stolz. Nach wie vor ist ein ausgefeiltes Zitzenmanagement vonnöten, aber alle werden satt und nehmen zu ohne zusätzliche Flaschennahrung.

Katla frisst ca. 3 kg Rindfleisch und gekochtes Hühnerfleisch mit Nudeln am Tag, dazu gibt es für sie Welpenmilch und Geflügelhälse. Zur Stabilisierung des Calcium- Spiegels gibt es außerdem 2 x am Tag eine Ampulle Calcium- Frubiase- Forte. Mein Käsebrötchen esse ich auch nur zu einem ganz kleinen Teil selbst, Weihnachtsplätzchen werden ebenfalls gern genommen.

Die Hündin sieht gut aus und umsorgt ihre Kinder liebevoll. Ab und zu verlässt sie jetzt schon mal das Lager und legt sich etwas abseits um nahe bei uns zu sein und aber stets gleichzeitig das Welpenlager, den Flur und die Haustür im wachsamen Auge zu haben. Beim geringsten Geräusch aus der Wurfkiste eilt sie sofort dorthin und geschlafen wird natürlich auch bei den Kleinen.

Die Welpen sind deutlich gewachsen und sehr lebendig und quirlig. Die Mutter wird lauthals begrüßt, wenn sie zurück ins Lager kommt. Auch 1. Bell- Laute sind schon zu hören. Das notwendige Wiegen verläuft unter heftigem Protestgeschrei und die Waagschale wurde bereits durch eine größere ersetzt. Die 1. Bändchen um den Hals zur Markierung mussten wir schon auswechseln, sie sind zu eng geworden und der nächste Wechsel steht ebenfalls kurz bevor. Die Pfoten und Nasen bei den Blonden sind schon schön dunkel pigmentiert und die Marken bei den Schwarzmarkenen werden deutlicher sichtbar. Es macht sehr viel Freude, die Entwicklung und das Größerwerden der kleinen Schar täglich zu erleben, jetzt warten wir darauf, dass die Augen sich in den nächsten Tagen zu öffnen beginnen, am kommenden Wochenende können sie sicher schon sehen.
 

Die ersten Welpenbilder sind jetzt unter Zucht > A-Wurf > Die Welpen online.


8.12.2007

Gestern war der Zuchtwart da zur Erstbesichtigung des Wurfes. Günther Hornemann ist unser Regionalzuchtwart, er wurde begleitet von Anja Henning.



 

Akribisch wurden alle Welpen untersucht auf ihren Allgemeinzustand, auf die Intensität der Färbung und auf reguläre gewünschte Marken und weiße, weniger erwünschte Abzeichen. Die Ruten wurden genauestens abgetastet auf Verdickungen oder Knicke, es wurden gottlob keinerlei Rutenprobleme gefunden.


Katla zeigte sich von ihrer besten Seite: voller Vertrauen ließ sie mich nach und nach die Welpen aus dem Lager nehmen und den ihr völlig fremden Menschen in die Hand geben zur Untersuchung. Die Welpen hatten ebenfalls ein Einsehen und hielten sich mit Protestgeschrei sehr zurück. Irgendwie haben wir für die Untersuchung einen glücklichen Zeitpunkt erwischt, die süßen kleinen Mäuse können nämlich auch ganz anders….
 


Der Zuchtwart zeigte sich sehr erfreut über den gleichmäßigen Wurf. Weiße Abzeichen sind, wenn vorhanden, nur sehr klein und auf wenige Haare beschränkt auf der Stirn oder an der Brust.

 

Die Färbung ist bei den meisten Hunden (auch den Blonden) dunkel, 2 blonde Rüden und 1 blonde Hündin sind von mittlerer Färbung. Mir persönlich gefällt ein dunkleres Blond besser als ein helles, aber das ist Geschmackssache. Die Marken sind da, bei den schwarzmarkenen Welpen ebenfalls von dunkler Farbe, aber noch spärlich, es wird höchstwahrscheinlich keiner der Welpen überzeichnet werden. Auch hier bevorzuge ich eher dunklere Marken, von daher trifft der Wurf von der Farbausprägung her genau meinen Geschmack. Über ein paar schwarze Hündchen hätte ich mich auch gefreut, aber man kann nicht alles haben, es sind schon sehr ansprechende Welpen.

 

Das durchschnittliche Geburtsgewicht beträgt 420 g, inzwischen wiegen alle nach den 5 Tagen mehr als 550 g, einige haben sogar schon die 600 g Marke übersprungen. Der Gesamteindruck, der Pflegezustand und die Aufzucht-Bedingungen gefielen dem Zuchtwart und seiner Assistentin sehr gut, den Zustand der Hündin bezeichneten sie als top.
 


Wir haben uns sehr gefreut über diese gute Beurteilung. So langsam kehrt auch ein Anflug von Routine ein. Nur der Schlafmangel bzw. die häufigen nächtlichen Störungen sind natürlich nach wie vor anstrengend. Aber das wird sich wahrscheinlich auch in der nächsten Woche bessern…(hoffe ich jedenfalls)
 

 


5.12.2007

Ich habe seit heute Morgen das Gefühl es geht wirklich aufwärts.
Die Welpen nehmen zu, zwar noch nicht viel aber die Tendenz ist positiv.
 


Die Hündin findet sich immer besser in die Mutterrolle ein, sie ist total rührig und geschickt mit den Kleinen, es ist so schön das zu sehen. Natürlich braucht sie noch Hilfe, insbesondere beim Wiedereinsteigen in das Lager. Es sind einfach so viele Kinder und beim Hinlegen darf keiner im Wege sein. Mein richtiges Bett neben meinem Mann vermisse ich sehr, aber man kann nun mal nicht alles haben.


Ob die Gewichtszunahme der Welpen reicht, werden wir in den nächsten Tagen sehen, auf jeden Fall möchte ich vorläufig das Zufüttern möglichst lange herauszögern, so lange es verantwortbar ist und die Hündin nicht zu stark abbaut. Glücklicherweise frißt Madame seit gestern ordentlich und Gesa´s Tip mit den Pfannkuchen habe ich auch schon erfolgreich ausprobiert. Nur Trockenfutter ist leider immer noch megaout...


Eigentlich finde ich es noch ein wenig früh für die Namensgebung, die Welpen zeigen sich jetzt noch nicht wirklich in ihrem Wesen. Da der Zuchtverband es aber so vorschreibt, haben wir folgende Namen ausgesucht für den

A- Wurf vom Islandpferdehof Habichtswald:

4 schwarzmarkene Welpen:

Atli Hunnenkönig Attila Rüde sm
Andvari der Wachsame Rüde sm
Askur Esche (Baum), erster Mann in der Mythologie Rüde sm
Afra Die von Shiva gezeichnete Hündin sm

8 blonde Welpen:

Alskaer der Strahlende, sehr hell oder glänzend Rüde blond
Antares hellster Stern im Sternbild Skorpion Rüde blond
Alvari der Ernste Rüde blond
Álfur Elfe, Liebling, gutartiges Wesen Rüde blond
Atair Stern im Sternbild Adler Rüde blond
Alrún eine Königstochter, Alraune Hündin blond
Álfadis eine Elfe Hündin blond
Ársól Morgenröte, Morgensonne Hündin blond

Die Namen entstammen teilweise der nordischen Mythologie, hier wird das Á gesprochen wie Au, das A ohne ´ wie ein A und das u ohne ´ wie ein ü, mit ´ wird das U gesprochen wie ein u, das o mit ´wird zu einem etwas länger gezogenen o, nicht wie Sonne sondern z. B. wie Pol. Das F wird etwas weicher gesprochen, mehr in Richtung eines kurzen w.

Mögen sich die Namensträger weiterhin gut entwickeln!


4.12.2007

Die Nacht war natürlich kurz mit vielen Unterbrechungen, aber ein bisschen Schlaf gab es schon. Mutter und Kinder inclusive der Züchterin wirkten am Morgen fröhlich und munter.
Nach anfänglichem Mäkeln geruhte Madame sogar zu fressen, mir fiel ein riesengroßer Stein vom Herzen. Die Welpenmilch wird ebenfalls gerne genommen, es geht also aufwärts.
Heute Vormittag haben Sophia und ich alle Welpen mit bunten Bändchen gekennzeichnet, um schneller den Zustand des einzelnen Hundekindes beurteilen zu können. Außerdem haben wir die Kleinen dabei ein 2. Mal gewogen: alle haben bereits etwas zugenommen, eine Hündin hat ihr Gewicht gehalten. Das hätte ich nicht gedacht, Katla gibt eben einfach ihr Bestes…
Der Tierarzt hat uns einen Hausbesuch gemacht und war ebenfalls sehr zufrieden mit dem Zustand der Familie. Die Gewichtszunahme konnte er kaum glauben, aber es war dieselbe Waage und es waren dieselben Welpen...
Ich hoffe, dass sich alles weiter so gut entwickelt. Heute Abend wollen wir vorsichtshalber alle noch einmal wiegen, damit wir rechtzeitig Störungen erkennen. Und dann werden wir ihnen auch Namen geben.


3.12.2007

Wie so oft kommt es 1. anders als man 2. denkt...
 

Heute (Sonntag) u 17:00 Uhr hatte sich immer noch nichts wirklich Produktives getan. Die Hündin hatte wohl Wehen, aber keine wirklichen Preßwehen. Die ganze Geschichte dauerte mir inzwischen zu lange, die Hündin wurde dabei auch nicht frischer. Naja, um 17:30 liefen wir in der Tierarzt- Praxis auf eingedenk der Tatsache, dass am Wochenende ja besonders viel Zeit für uns ist….
 

Der Muttermund bei Katla war vollständig eröffnet, der Tierarzt konnte die Hinterfüße eines Welpen fühlen. Dieser Welpe lag nicht regelrecht und der Doktor vermutete, dass er tot sei und die Geburt deshalb nicht in Gang kommt. Im Ultraschall waren weitere zahlreiche Welpen zu sehen.
 

Um möglichst viele Welpen und die Mutter gesund zu erhalten, wird der Entschluss zum Kaiserschnitt gefasst.
Gesagt getan, gottlob war ich von tatkräftigen Familienmitgliedern begleitet.
 

Alles ging ganz zügig, die Praxis ist ein Familienbetrieb, so dass das OP- Team sofort bereit war.
Nach kurzer Zeit erschien Frau Doktor mit einem Korb voller Welpen und drückte uns diese in die Hand zum Säubern und zur Wiederbelebung. Ich dachte so bei mir: Na gottlob, dass das gut gegangen ist, das kriegen wir ja problemlos hin.
 

Es waren wohl so ca. 5-6, zum Zählen blieb keine Zeit.  Kurze Zeit später erschien sie mit einem weiteren Korb voller Welpen aus dem 2. Gebärmutterhorn, die meisten blond, Anzahl??? Hauptsache wir kriegen sie wach und sie leben. Die 2. Welpen-Ladung hatte ja deutlich mehr Narkosemittel bekommen und erforderte deshalb noch mehr Aufmerksamkeit.


Irgendwann haben wir sie dann endlich gezählt, als alle einen vitalen Eindruck machten nach Desinfektion, Nabelligatur und Entfernung der Nabelklemmen:

Es sind 12 Sonntagskinder: 8 Rüden und 4 Hündinnen, 4 x sm und 8 x blond, alle leben, auch der Verursacher des Kaiserschnittes, wir waren also zum Glück noch rechtzeitig.
Namen, Zuordnung der Gewichte usw. kommt alles erst später, momentan sind wir noch sehr beschäftigt mit der ganzen Situation und müssen uns erst einmal an diesen reichen Welpensegen gewöhnen. Bis wir sie alle kennen, wird es ein klein wenig dauern, sie waren schließlich alle auf einmal da, so das wir nicht jeden Einzelnen besonders wahrnehmen und begrüßen konnten.


Das Geschrei der Welpen bei der Heimfahrt war ohrenbetäubend. Tenor: Was ist das hier für eine miese Behandlung, wo bleibt das Essen, so geht das ja wohl gar nicht, wir werden uns an geeigneter Stelle beschweren, was soll das Alles, mit so einer miesen Behandlung hätten wir niemals gerechnet, der Service ist unter aller Kanone…
 

Wir waren froh als wir zu Hause waren. Das 1. Anlegen war wie immer: noch etwas ungeschickt aber von ganz viel Durchhaltewillen angetrieben. Die Stellungen am Mutterbauch waren teilweise einfach unbeschreiblich, Hauptsache irgendwie an Mama andocken, ob oben oder unten, alles egal…Schön war, dass sie endlich leise waren, letzte Proteste gab es noch manchmal: wie das wohl geht: Saugen und Schimpfen?
 

Fotos folgen später wenn mehr Zeit ist.
 

Katla ist durch die Narkose natürlich noch etwas verschlafen. Die Welpen wiegen zwischen 380g und 480g, alle wirken bis jetzt vital und trinken energisch. Insgesamt erscheint der Wurf sehr ausgeglichen, wie es weiter geht und ob wir alle durch bekommen, wird sich zeigen, wir arbeiten ab sofort Tag und Nacht daran.
 

Katla wird jetzt langsam wacher und die Welpen müssen am Gesäuge sortiert werden, Kolostrum ist schließlich kostbar und nur für kurze Zeit verfügbar.
 

2 Stunden später: Es sieht in der Wurfkiste schon ganz vielversprechend aus, Katla beginnt die Kleinen gerade mit zu versorgen, d. h. wir müssen die kleinen Popos nicht mehr selbst abreiben zur Entleerung.
Das Wiegen und das 1. Kennzeichnen der Neugeborenen (Stufe ins Fell schneiden an unterschiedlichen Stellen) dauerte bis tief in die Nacht. Danke an Michaela, dass sie mir hierbei geholfen hat, alleine wäre es nur schwer möglich gewesen bei den vielen Verwechslungsmöglichkeiten.
 

Der 1. Eindruck zusammen gefasst: ein riesengroßer Berg Welpen, alle gleich groß, so gut wie keine weißen Abzeichen, ein gleichmäßiger Wurf.
 

Und das Schönste: Katla fängt an sie zu umsorgen, alle trinken und es herrscht zwischendurch Stille in der Wurfkiste.
 

Problem: es sind so viele Welpen, dass man ständig darauf achten muß, dass sie nicht mit den hochinfektiösen Lochien in Berührung kommen. Wenn sie aufgereiht an der Seite der Mutter liegen, ist die „Welpen-Schlange“ so lang, dass sie von den Vorderbeinen bis zwischen die Hinterbeine die gesamte Länge der Hündin einnimmt.
Was mich auch besonders freut: Katla trinkt ein bisschen.


2.12.2007

Heute (Samstag) fiel nachmittags die Temperatur von Katla auf 36,9°C. So langsam wird die Sache ernst, große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Vorsichtshalber sage ich in der Tierarzt- Praxis Bescheid, am Wochenende ist ja keine normale Sprechstunde. Sie meinten dort zuversichtlich, das sei doch gar nicht so schlecht, dann hätten sie wenigstens genügend Zeit für uns…
Die Hündin ist unruhig, hechelt und baut Nester und wir treffen die letzten Vorkehrungen für die Geburt.
Ich beziehe die Liege im Wurfzimmer und richte mich auf eine unruhige Nacht ein.


22.11.2007


Katla hat heute ihre 2. Impfung gegen Herpes erhalten.
Dabei haben wir sie gewogen: sie hat bis jetzt 10kg zugenommen. Der Bauchumfang beträgt jetzt 90cm.



12.11.2007

Die Wurfkiste ist fertig. Katla findet sie gemütlich und liebt das Ausruhen in dem neuen Hundebett. Noch darf Duke mit hinein, das wird sich wahrscheinlich in absehbarer Zeit ändern.





11.11.2007

Die Flanke rundet sich langsam, die Spaziergänge werden etwas kürzer, aber Madame ist noch gut zu Fuß.


29.10.2007

Bei der Ultraschall- Untersuchung sehen wir mehrere Welpen in beiden Uterushörnern, Katla ist wie schon vermutet sicher tragend.
Auch der Griff ans Gesäuge zeigt hier deutlich vermehrtes Milchdrüsengewebe.
Katla hat sich inzwischen auch vom Wesen her deutlich verändert: Unsere lustige, temperamentvolle Hündin ist deutlich gesetzter und ruhiger geworden. Spiele mit Duke möchte sie auch nicht mehr, bei seinen Spielaufforderungen zeigt sie ihm die Zähne und weist ihn ab. Armer Duke!
Außerdem hat Katla schon deutlich zugenommen. Sämtliches aufgenommene Futter wandert offensichtlich aus dem Maul direkt auf die Rippen. Trockenfutter wird nur sehr ungern genommen, als schwangere Mutter hat sie natürlich Wunschkost: Lieblingsspeise sind zur Zeit Pferdefleisch, Kopf-Gurgel-Schlund und Geflügelhälse.


1.10.2007

Pia von der Asseburg (Katla) wird gedeckt von Colin von Mehringen.
Nachdecken am 02.10.2007



Mitglied in der HZD e.V.
Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland